Wird eine zuvor in Ruhe befindliche Regelstrecke mit Ausgleich höherer Ordung mit einer sprunghafte Änderung der Eingangsgröße beaufschlagt und entspricht der Verlauf des Ausgangssignals der nebenstehenden Abbildung, so kann das Verhalten der Regelstrecke mit dem folgenden mathematischen Modell beschrieben werden:
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Wirkt auf eine Strecke mit Ausgleich eine konstante Eingangsgrößey ein, so ergibt sich für den stationären Endwert der Ausgangsgröße
y.
KS gibt demnach an, wieviel Mal sich die Eingangsgröße bei der Übertragung vom Eingang auf den Ausgang vergrößert hat.
x = KS *
y.
Grundlage für die Berechnung von Ks bilden die gemessenen Werte von X0 (Anfangswert Regelgröße), X1(Endwert Regelgröße) und y' bzw.Bedeutung und Bestimmung von Tu, Tg :y (Größe des Eingangssprunges). Ks berechnet sich dann aus:
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mathematische Herleitung
Die Zeitkonstanten bestimmen die Dynamik eines Systems,d.h. sie bestimmen die Trägheit der Strecke und das Übergangsverhalten zwischen dem Anlegen einer sprunghaften Änderung am Eingang und dem Erreichen des stationären Endwertes.
Tu wird als Ersatztotzeit bezeichnet; Tg als Ersatzzeitkonstante.
Beide Kenngrößen können auf grafischem Weg ermittelt werden. Hierzu wird (wie im nachfolgenden Bild dargestellt) die Wendetangente in das Diagramm eingezeichnet. Der Schnittpunkt mit der Zeitachse legt die Ersatztotzeit Tu fest. Aus dem Schnittpunkt der Wendetangente mit der Geraden X(t) = X1 kann die Ersatzzeitkonstante Tgermittelt werden.
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letzte Aktualisierung: 10. Februar 1999 |
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